Wer zum ersten Mal hört, dass er 30 Nächte auf simulierten 2500 Metern in einem Höhenzelt verbringen soll, bei dem rattert das Kopfkino. «Ersticke ich da drin?», «Was passiert, wenn der Strom ausfällt?», «Werde ich klaustrophobisch?» Diese Ängste sind menschlich, aber sie basieren auf veralteten Vorstellungen.
Lass uns die drei größten Ängste gnadenlos zerpflücken.
1. Die Angst vor dem „Ersticken“
Das ist der Klassiker. Die Vorstellung, dass der Sauerstoff einfach «ausgeht». Physiologisch ist das unmöglich. Wir entziehen dem Raum keinen Sauerstoff im Sinne eines Vakuums. Wir verändern lediglich das Mischverhältnis zwischen Stickstoff und Sauerstoff – exakt so, wie es die Natur auf dem Säntis oder im Engadin auch tut.
Auf www.hoehenzelt.ch arbeiten wir mit High-End-Sensoren. Diese Geräte messen permanent den CO_2-Wert (den Sauerstoffanteil in der Atemluft). Fällt der Wert unter die programmierte Sicherheitsgrenze, schaltet das System sofort ab oder lässt Frischluft zu. Du bist in deinem Höhenzimmer technisch besser überwacht als in jedem Hotelbett auf Meereshöhe.
2. Die Angst vor der Enge (Klaustrophobie)
Viele Athleten haben das Bild eines knisternden Plastikzelts im Kopf, das eng über der Matratze spannt. Ja, das kann beklemmend sein. Zur Beruhigung: Unser kleines Zelt hat 4,5 m³ und das grosse Zelt knapp über 10 m³. Also, so klein ist das nicht!
In einem Höhenzimmer sieht es dann natürlich gemütlicher aus. Du schläfst in deinem gewohnten Bett, hast volle Bewegungsfreiheit, kannst aufstehen, das Licht anmachen oder lesen. Die psychologische Barriere der «Gefangenschaft» im Zelt fällt komplett weg. Ein 20 m³ grosser Raum bietet genug Luftvolumen, dass du den technologischen Reiz gar nicht als Einengung wahrnimmst. Es ist kein «Camping» mehr – es ist ein Upgrade deines Lebensraums.
3. Die Angst vor dem Leistungsabfall durch schlechten Schlaf
«Wenn ich in der Höhe schlecht schlafe, regeneriere ich nicht.» Das stimmt absolut. Cortisol ist der Feind der Anpassung. Aber: Die Angst, dass man in der Höhe nicht schlafen kann, rührt oft von zu schnellen Aufstiegen im Hochgebirge her. Oder wenn das Ego durchkommt, wie bei vielen Alpinisten, die davon überzeugt sind, dass sie in einem Höhenzelt auf über 4000 m noch adaptieren und sich so auf die Höhe vorbereiten, das ist ein Fehler. Hier ist wichtig zu verstehen, dass ich dich begleite, wie jeden Morgen, mit dem Oximeter die Sauerstoffsättigung im Blut messen, damit du dich über die Nacht nicht erschöpfst, sondern regenerierst und rote Blutkörperchen produzierst.
Fazit: Du bist hier nicht alleine, ich begleite dich, da ich dein physiologisches wie psychologisches Profil kenne. Auch deine Blutwerte kenne ich, kannst du dich bei mir sicher fühlen.
Dein Roy